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Ayurveda - Alles Wichtige zur ältesten Heilkunst der Welt

Ayurveda

Im Ayurveda wird konsequent auf Heilmittel aus der Natur vertraut. Bei den zahlreichen Therapien zur Vorbeugung und Heilung wie Yoga, Meditation, ayurvedische Massagen und andere ayurvedische Anwendungen und Kuren kommen stets Kräuter und Gewürze aus der Natur zum Einsatz.

Die Kombination aus Erfahrungswerten und Philosophie, die sich auf physischen, mentalen, emotionalen und spirituellen Aspekte der menschlichen Lebensweise konzentriert, macht Ayurveda zu einer ganzheitlichen Lebens- und Heilmethode.

Geschichte

Indien – die Wiege der alternativen Medizin

Das Wort Ayurveda stammt aus dem Sanskrit, der Alt-Indischen Sprache der Veden, und bedeutet Wissen vom Leben (Ayus = Leben, Veda = Wissen). Medizin und Heilkunst im Allgemeinen besitzt in Indien eine uralte Tradition. Erste Hinweise auf medizinisches Wissen findet sich bereits in der Steinzeit. Der Archäologie-Professor Andrea Cucina von der Universität von Missouri-Columbia, fand heraus, dass die alten Inder von Mehrgarh (im heutigen Pakistan) schon im Zeitraum zwischen 7000 und 6000 v. Chr. zahnärztliche Kenntnisse besessen haben.

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Er fand Zähne aus dieser Zeit, in die kleine Löcher gebohrt waren, um sie vermutlich mit Pflanzenpasten oder anderen Substanzen aufzufüllen. Ebenso zu dieser Zeit beschrieben indische Ärzte die menschliche Anatomie bereits sehr genau und hatten ein gutes Verständnis der menschlichen Verdauung und des Blutkreislaufs. Es wurden schon damals die ersten Krankenhäuser errichtet und Heilpflanzen importiert und angebaut. Kein Wunder also, dass auch die ayurvedische Heilkunst im Indien vor 5000 Jahren ihren Ursprung findet.

Brahman, der Urvater des Ayurveda

Das exakte Alter des Ayurveda ist unbekannt, es ist allerdings das älteste überlieferte Gesundheitssystem und findet seinen Ursprung in der vedischen Hochkultur Altindiens.

Die Legende über die Entstehung des Ayurveda findet sich in den ältesten schriftlichen Aufzeichnungen des indischen Wissens, den 5000 Jahre alten hinduistischen Veden. Die bekanntesten Schriftensammlungen wurden von den Gelehrten Caraka, Susruta und Vagbhata verfasst. Ihnen zufolge soll Brahman, der Schöpfer des Weltalls in der indischen Mythologie, das Wissen über die ayurvedische Heilkunst in die Welt gebracht haben.

Die so genannten Rishis, die Seher der Weisheit, erhielten dieses Wissen jahrhundertelang durch mündliche Überlieferungen am Leben, bis sie schließlich festgeschrieben wurden. Bis heute wurde die in den Veden beschriebene Heilkunst und Erfahrungen beständig durch verschiedenste Philosophen und Mediziner erweitert.

Buddhismus und Blütezeit

Ayurveda Geschichte

Zwischen 323 v. Chr. und 642 n. Chr., der Blütezeit des Buddhismus in Indien, erfreute sich auch das Ayurveda großer Beliebtheit. Obwohl die Buddhisten die Lehre der vedischen Schriften grundsätzlich nicht akzeptieren, nahmen sie Ayurveda in ihren medizinischen Wissensschatz auf. Die Beliebtheit der Heilkunst im buddhistischen Indien wurde vor allem durch grundsätzliche Neuerungen gefördert.

Denn während dieser Zeit wurde ein öffentliches Gesundheitswesen eingeführt, Heilpflanzen wurden auf behördliche Anordnung angebaut und konnten kostenlos von allen benutzt werden, Krankenhäuser und Apotheken wurden gegründet und der Beruf des Krankenpflegers wurde systematisch organisiert.

Allerdings kritisieren manche, dass durch die behördliche Bürokratie die Weiterentwicklung von Ayurveda abgebremst wurde. Nach ihrer Vertreibung aus Indien trugen die Buddhisten maßgeblich zur Verbreitung der ayurvedischen Lehre bei. Besonders nach China, Tibet, Sri Lanka, Afghanistan, Mongolei und Nordostsibirien und sogar bis nach Europa, ins römische und griechische Reich, sollen sie die ayurvedischen Lehren gebracht haben, weshalb die medizinischen Systeme dieser Gebiete Zeichen des Einflusses ayurvedischer Medizin aufweisen.

Unter Besatzung

Eine erneute Blütezeit erlebte das Ayurveda in der Zeit der türkischen Besatzung (1100 bis 1600 n. Chr.). Ayurveda wurde nicht nur wieder aufgegriffen, sondern auch erneuert. Dabei wurden die unterschiedlichen Strömungen der ayurvedischen Lehre mit traditionellen indischen Medizinsystemen vereint und somit gestärkt.

Mit der Eroberung des indischen Subkontinents durch die neuen englischen Kolonialherren endete diese Blütezeit jedoch abrupt. Denn die Engländer unterdrückten jegliche natürliche und traditionelle Heilsysteme und verboten ayurvedische Institutionen. Die Naturheilkunde überlebte jedoch und hat in der heutigen modernen Gesellschaft Indiens ihren festen Platz.

Die ayurvedische Philosophie

Grundlage des Leben ist der ayurvedischen Philosophie zufolge, die Einheit von der Seele (Atma), des Geistes (Manas) und des Körpers (Sarira). Spirituelles, allgegenwärtiges und allwissendes Zentrum von allem, was existiert, ist die Seele. Sie ist somit auch Voraussetzung für die Existenz von Körper und Geist und schenkt dem Wesen Sein, Bewusstsein und Glückseligkeit. Anders als Körper und Geist, ist die Seele frei von jeglichen Leiden und Störungen.

ayurvedische Philosophie

Nicht zu verwechseln mit der Seele ist aus ayurvedischer Sicht der Geist, auch Psyche oder Verstand genannt. Dieser ist das Medium des Denkens, der Aufnahme von Informationen und Eindrücken, aber auch des Emotionalen, des Traumes und aller unterbewusst stattfindenden Prozesse. Der Körper gibt schließlich Seele und Geist eine äußere, manifeste Form, in der sich jedoch auch Leiden und Störungen widerspiegeln.

Denn der Organismus des Menschen setzt sich aus den drei Lebensenergien, den so genannten Doshas, den sieben Basisstoffen (Rasa, Rakta, Mansa, Meda, Asthi, Majja und Shukra) und den Abfallstoffen des Körpers (Fäkalien, Urin, Schweiß) zusammen. Die Harmonie zwischen all diesen Elementen hat einen entscheidenden Einfluss auf die psychischen und physischen Funktionen des Körpers und somit auch auf die Gesundheit und das Wohlbefinden des Menschen.

Zudem wird der Mensch als untrennbarer Bestandteil des Universums definiert. Deshalb ist das Wohlergehen des Individuums abhängig von der Harmonie der gesamten Gesellschaft und des Universum. Um die Gesundheit zu erhalten und Störungen zu beseitigen müssen laut der ayurvedischen Heilkunst all diese Faktoren und deren Abhängigkeit zueinander berücksichtigt werden.

Die Doshas: Drei Prinzipien des Lebens

Die Doshas Vata Pitta Kapha

Die Ayurveda-Philosophie vertraut in die Kraft der Natur und im Besonderen in das Zusammenspiel ihrer Elemente Erde, Wasser, Feuer, Luft und Äther. Dieser Ansatz des Ayurveda wird auch in der Dosha-Lehre deutlich. Dabei unterscheidet man drei unterschiedliche Lebensenergien: Sie heißen Vata, Pitta und Kapha.

Jeder Mensch trägt diese Lebensenergien in sich, jedoch in unterschiedlicher Ausprägung. Je nachdem, welche Energie überwiegt, können alle Individuen einem, oder zwei, ganz selten aber auch allen drei der Typen zugeordnet werden. Da jedes Dosha eine andere Erscheinung, ein anderes Temperament und andere Charakterzüge hat, bedarf es somit auch einer unterschiedlichen Ernährung, Lebensweise und Behandlung der verschiedenen Typen.

Sind die Doshas jedoch völlig aus dem Gleichgewicht geraten, kann es zu Unwohlsein und Krankheiten kommen. Dann versucht die ayurvedische Heilkunst, die drei Doshas wieder möglichst ins Gleichgewicht zu bringen. Denn nur durch ein harmonisches Zusammenspiel der Lebensenergien bleibt der Organismus langfristig gesund.

Vata Pitta Kapha
Wind, Luft und Äther Feuer und Wasser Erde und Wasser
Bewegungsprinzip Feuer- bzw. Stoffwechselprinzip Strukturprinzip
Vata-Typen neigen oft zu spontanen Aktivitäten und lieben die Abwechslung. Sie gelten als sehr kreativ und können sich schnell für etwas begeistern, sind dadurch aber auch sehr sprunghaft und nervös in ihrem Wesen. Durch ihre oft unbeständige Lebensweise kommen sie leicht aus der Balance, neigen zu Verdauungsstörungen und Untergewicht. Pitta-Typen haben ein starkes „Verdauungsfeuer“ und neigen deshalb oft zu Heisshunger. Sie gelten als hitzig und aufbrausend, bestechen aber durch ihre Energie, Dynamik und Bewegung. Da Pitta-Menschen oft sehr ehrgeizig sind und die Perfektion lieben, steigt auch ihr innerer Leistungsdruck und ihre Unzufriedenheit. Kapha-Typen sind zum Beispiel groß und kräftig, oder aber klein und stämmig. Sie gehen die Dinge methodisch an, agieren wohlüberlegt und sind nicht aus der Ruhe zu bringen. Sie bevorzugen einen beständigen Lebensstil, denn überstürzte Entscheidungen, Hektik und Spontanität bringen sie schnell an ihre Grenzen, so dass sie sich überanstrengt fühlen. Sie gelten deshalb oft als unflexibel und neigen zu Übergewicht.
Die empfohlenen Geschmacksrichtungen, die die Lebensenergie Vata im Rahmen halten sind salzig, sauer und süß. Die Geschmacksrichtungen, die Pitta reduzieren, sind bitter, süß und herb. Lebensmittel mit bitterem, herbem und scharfem Geschmack wirken diesen Tendenzen entgegen.

Gesundheit und Krankheit im Ayurveda

Der ayurvedische Ausdruck für einen Gesundheit ist svastha, was soviel heisst wie „im Selbst verweilen“. Das bedeutet, nur wer mit sich selbst sowie mit seiner Umgebung und der Natur im Gleichgewicht ist, kann ein gesundes, ausgegliches und erfülltes Leben führen.

Bei einem völlig gesunden Individuum besteht die absolute Harmonie der drei Doshas, der ausgeglichene Zustand des Gewebes (dhatus), der Ausscheidungen (malas) und der Stoffwechselvorgänge (agni) und zudem Klarheit und Wohlbefinden des Geistes, während die Seele sich in einem Zustand der der absoluten Freude befindet, die sich weder von Erfolgen noch von Misserfolgen beeinflussen lässt. Dieser Idealzustand ist natürlich nicht leicht zu erreichen, jedoch hilft uns die ganzheitliche Lehre des Ayurveda diesem Ziel Schritt für Schritt näher zu kommen.

Oft merken wir das langsame Entfernen von diesem Idealzustand erst, wenn es schon zu spät ist. Denn ist die Harmonie aus dem Gleichgewicht gebracht, physische sowie psychische Leiden, Krankheiten und Störungen sind die Folge. Dabei gibt es viele krankmachende Faktoren, die zu einer Überforderung des menschlichen Organismus führen.

Dazu zählt zum Beispiel Über- oder Unterbeanspruchung der Sinnesorgane, eine falsche Ernährung, ungesunde Lebensgewohnheiten oder übermäßiger Stress. Durch eine Umstellung der Lebensweise und der Ernährung lassen sich die entstandenen Störungen in ihren Anfangsstadium meist noch leicht beheben.

Sind die Leiden aber längerfristig, müssen tiefer gehende therapeutische Maßnahmen ergriffen werden, um den Körper wieder in einen Zustand der Harmonie und somit der Gesundheit zu versetzen.

Ernährung als zentrales Element des Ayurveda

ayurvedische Ernährung

Die Ernährung sollte dem jeweiligen Konstitutions-Typen angepasst sein. Allerdings gibt es im Ayurveda einige grundsätzliche Ernährungs-Empfehlungen. Dazu zählt, dass man zum Beispiel nur bei Hunger essen soll und erst, nachdem die letzte Mahlzeit verdaut wurde. Außerdem wird empfohlen, die Hauptmahlzeit mittags einzunehmen, denn um diese Zeit funktioniert die Verdauung am stärksten. Dabei sollten alle sechs ayurvedischen Geschmacksrichtungen, also süß, sauer, salzig, scharf, bitter und herb, zu sich genommen werden.

Gegen den Konsum von Fleisch und Alkohol spricht im klassischen Ayurveda eigentlich nichts. Allerdings sollte beides nur in geringen und ausgewogenen Mengen zu sich genommen werden. In Eile, hastig oder im Stehen zu essen gilt im Ayurveda als schädliche, genauso wie sich völlig satt zu essen. Und zuletzt sollten auch keine natürlichen Bedürfnisse (also Stuhlgang, Blähungen, Aufstoßen, Gähnen, Weinen etc.) unterdrückt werden.

Therapie für die Sinne

Doch nicht nur die richtige Ernährung und eine gesunde Lebensweise bringen den Körper wieder ins Gleichgewicht. In der ayurvedischen Heilkunst gibt es noch zwei weitere Bereiche, mit denen Krankheiten behandelt werden können: Auf der einen Seite Dravyaguna (Kräuterheilkunde) und auf der anderen Panchakarma (Ausleitungs- und Reinungstherapie).

Im Zusammenspiel dieser Methoden wird die nachhaltige Heilung der Beschwerden als ganzheitlicher Prozess vorangetrieben. Ist der Organismus durch eine intensive Reinigungskur erst von Giften und Schlacken befreit, können die heilenden Kräuter und Gewürze ihre volle Wirkung entfalten.

Panchakarma Dravyaguna
Das Wort Panchakarma steht für fünf (panch) Handlungen (karma), die ausgeführt werden müssen, um den Körper von giftigen Stoffwechselschlacken und krankheitsverursachenden Stoffen zu befreien. Besonders bei hartnäckigen chronischen Erkrankungen kommen diese Reinigungs-Therapien zum Einsatz und dauert zwischen 3 bis 12 Wochen. Das Wissen um die Heilkräfte der Natur gilt als Königsdiziplin im Ayurveda. Die geheimen traditionellem Rezepturen wurden über Jahrhunderte bewahrt und weitergereicht. Meist werden Kräuterrezepturen und Tees individuell auf den Patienten angepasst, je nachdem welchem Konstitutions-Typen er zugehörig ist und unter welchen Beschwerden er leidet.

Unterstützt wird die Heilwirkung zudem durch Ölbehandlungen und –massagen. Durch die äussere Behandlung mit den verschiedensten Ölen können Abfallstoffe und Gewebegifte gelöst werden, die dann in der anschließenden Reinigungstherapie ausgeschieden werden. Doch die ätherischen Öle wirken nicht nur positiv auf körperliche Vorgänge ein, sondern regen auch den Geist und die Sinne an.

Regelmässig angewendet können solche Massagen wahre Wunder bewirken: Man fühlt sich fitter, verjüngt und vitalisiert, besonders in Kombination mit anderen ayurvedischen Behandlungsmethoden. Außerdem dienen alle ayurvedischen Therapien der Gesundheitsvorsorge, da sie maßgeblich zur Stärkung des Immunsystems beitragen. Und nicht zuletzt unterstützen sie natürlich auch das allgemeine Wohlbefinden von Körper und Seele.

Faszination Ayurveda

Kein Wunder also, dass auch immer mehr Menschen der westlichen Welt Ayurveda für sich entdecken. Durch ihren ganzheitlichen Ansatz als Philosophie, Lebens- und Ernährungsweise, Heilmethode und Medizin ist die ayurvedische Lehre auf wunderbare Weise vielseitig und für jeden individuell einsetzbar.

Im Vordergrund steht beim Ayurveda nämlich auch das Bewusstsein für den eigenen Körper, die eigenen Bedürfnise und das Leben im Allgemeinen, aber auch das Erkennen des eigenen Organismus als Teil eines großen Ganzen, als Teil der Natur und des Universums. Dadurch ermöglicht die ayurvedische Lehre es uns, eine neue Perspektive auf die Welt um uns herum und unsere Beziehung zu ihr einzunehmen.

Durch eine Umstellung auf einen Lebensstil nach der ayurvedischen Lehre, kann jeder seinen Gesundheits- und Energiezustand selbstständig positiv beeinflussen. Gerade in der heutigen Schnelllebigkeit der westlichen Gesellschaften ist Ayurveda ein willkommener Ausgleich, um Stress abzubauen und Beschwerden vorzubeugen. Viele Menschen sehnen sich danach, der Hektik des Alltags zu entkommen und finden neue Ruhe, Kraft und Ausgeglichenheit in den vielseitigen Behandlungsmethoden des Ayurveda.

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